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Lawinenwarnstufe 5: Skiorte von der Außenwelt abgeschnitten!

Ein Leben ohne Sport kann ich mir nicht vorstellen: Mit fünf Jahren stand ich am Stubaier Gletscher zum ersten Mal auf den Ski. Seitdem ist kein Skigebiet mehr vor mir sicher. Egal ob in den Alpen oder in den Rocky Mountains, in über 200 Skigebieten war ich schon auf der Piste – und jedes Jahr kommen zahlreiche neue Skigebiete hinzu.

Auch im Sommer bin ich ständig in den Bergen... Mehr erfahren

aktualisiert am Jun 1, 2018

Die enormen Schneefälle in den Alpen in den letzten Tagen haben dafür gesorgt, dass am Montagmorgen, 22.01.2018, in einigen Teilen Tirols die höchste Lawinenwarnstufe 5 ausgerufen wurde. Eine Situation wie zuletzt im Jahr 1999, als der Ort Galtür im Paznauntal von einer riesigen Lawine komplett verschüttet wurde. Bei der bisher größten Lawinenkatastrophe in Österreich starben damals in Galtür und Vazur insgesamt 38 Menschen. Auch diesmal ist Galtür betroffen. Zudem sind etliche Orte aktuell von der Außenwelt abgeschnitten, darunter die berühmten Skiorte Ischgl, St. Anton am Arlberg und Zermatt in der Schweiz.

Update 23.1.2018: Im Laufe des Dienstags werden die Verkehrwege nach Ischgl, Galtür, Kappl, See, Val Thorens, Saas-Fee, Lech Zürs und St. Anton, Sölden, Livigno, Kühtai, Gargellen und ins Stubaital geöffnet.

Update 24.1.2018: Ab Mittwoch wieder erreichbar sind Hochfügen und der Pitztaler Gletscher. Auch in Zermatt wird um 17 Uhr der Bahnverkehr nach Täsch wieder freigegeben. Die Strasse Zermatt-Täsch bleibt aber bis mindestens Freitagmorgen gesperrt. Samnaun ist ab Donnerstagmorgen wieder erreichbar!

Selbstabgänge von großen Lawinen

Verschwunden in den Schneemassen: Die Bierbänke auf der Sonnenterrasse des Restaurant Schwarzkogl in Sölden.
© Ötztal Tourismus via Facebook Verschwunden in den Schneemassen: Die Bierbänke auf der Sonnenterrasse des Restaurant Schwarzkogl in Sölden.

Der Lawinenwarndienst hat Montagfrüh in einigen Teilen im Bundesland Tirol die höchste Lawinenwarnstufe 5 ausgerufen. Teilweise gab es innerhalb von nur 24 Stunden über einen Meter Neuschnee. Heftige Winde auf den Bergen und ein prognostizierter Anstieg der Temperatur im Laufe des Tages erhöhen die Lawinengefahr zusätzlich. Lockerer Neuschnee der letzten Tage, eine bodennahe Schwachschicht vom Frühwinter und verschiedene Gleitschneeschichten sorgen dafür, dass in alpinen Lagen Selbstabgänge von großen Lawinen möglich sind.

Die Lawinenwarnstufe 5 gilt den gesamten Montag über in der Region rund um den Arlberg, im gesamten Paznauntal sowie in den südlichen Ötztaler und Stubaier Alpen. Zunächst war man davon ausgegangen, dass sich die Situation ab Dienstagnachmittag wieder leicht entspannt, aktuell ist die Prognose eine anhaltend kritische Lawinensituation mit großer Gefahr.

Ischgl und Paznauntal nicht erreichbar

Einen Meter Neuschnee in 24 Stunden gab es zuletzt in Ischgl.
© TVB Paznaun - Ischgl via Facebook Einen Meter Neuschnee in 24 Stunden gab es zuletzt in Ischgl.

Seit Sonntagabend sind der berühmte Skiort Ischgl sowie das gesamte Paznauntal mit den Skiorten Galtür, Kappl und See nicht mehr erreichbar. Die Paznauntal Bundesstraße B188 ist bis auf Weiteres ab der Taleinfahrt in Pians in beide Richtungen gesperrt. Sie ist aufgrund der Wintersperre der Silvretta Hochalpenstraße im Winter die einzige Zufahrtstraße ins Paznauntal. Am Montag kam es zum Beispiel zwischen See und Kappl schon zu Lawinenabgängen auf die Bundesstraße. Aktuelle Infos zur Lage im Paznauntal findest du im laufend aktualisierten Artikel Ischgl ist nicht mehr erreichbar!

Arlberg ebenfalls abgeschnitten

Auch in St. Anton am Arlberg türmen sich die Schneemassen.
© TVB St. Anton am Arlberg via Facebook Auch in St. Anton am Arlberg türmen sich die Schneemassen.

Ebenso von der Außenwelt abgeschnitten sind aktuell die Skiorte St. Anton, Lech-Zürs und Warth-Schröcken am Arlberg. Die Arlbergstraße (B197) und eine Reihe weiterer Straßen, vor allem im Tiroler Oberland sind gesperrt. Gleiches gilt für die Bahnstrecke der Arlbergbahn zwischen Landeck und Bludenz. Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) stellen für gestrandete Reisende Ersatzunterkünfte zur Verfügung. Bahnreisende mit dem ursprünglichen Ziel St. Anton sollen sich an den Bahnhöfen Landeck-Zams bzw. Bludenz melden. In Bludenz werden Passagiere, die aktuell nicht weiterkommen, vom Österreichischen Bundesheer versorgt. Auch der Skiort Gargellen im Montafon ist derzeit nicht erreichbar.

Lage in Österreich

Am Stubaier Gletscher hat es selbst Schneeraupen eingeschneit.
© Stubaier Gletscher via Facebook Am Stubaier Gletscher hat es selbst Schneeraupen eingeschneit.

Vereinzelt sind oder waren zeitweise auch weitere Wintersportorte in Österreich nicht erreichbar. So zum Beispiel Kühtai im Sellraintal, Hochfügen im Zillertal, Sölden im Ötztal oder der Stubaier Gletscher im Stubaital. Die örtlichen Lawinenkommissionen sind im Dauereinsatz und beurteilen laufend die aktuelle Situation. Je nach Wetterlage wird entschieden, ob Straßen gesperrt oder wieder geöffnet werden.

Lage in der Schweiz und in Italien

Zugeschneite Autos im italienischen Skiort Livigno in der Lombardei.
© APT Livigno via Facebook Zugeschneite Autos im italienischen Skiort Livigno in der Lombardei.

Auch in Teilen der Schweiz ist die Lage ähnlich kritisch. Bereits zum zweiten Mal in diesem Winter ist der berühmte Skiort Zermatt von der Außenwelt abgeschnitten. Rund 9.000 Gäste sitzen im Ort mindestens bis Mittwoch fest. Ab Sonntagnachmittag hatte Air Zermatt Shuttelflüge eingerichtet. Auch das Saastal war erneut zeitweise von der Außenwelt abgeschnitten. Am späten Dienstagnachmittag sollen die Verkehrswege aber wieder geöffnet werden.  

Auch Samnaun, der Skiort auf der Schweizer Seite der Silvretta Arena Ischgl-Samnaun ist aktuell nicht erreichbar. Der italienische Wintersportort Livigno in der Lombardei konnte zweitweise ebenfalls nicht angefahren werden.

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