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Zermatt ist erneut von der Außenwelt abgeschnitten

Als Redakteurin bei Skigebiete-Test habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht: Seit September 2016 bin ich leitend für den Content auf Deutschlands größtem Wintersportportal zuständig. Die Berge faszinieren mich schon immer und auf Skiern bin ich zum ersten Mal im Kindergarten gestanden. Infiziert bin ich auch mit dem Weltcup-Virus, sodass ich nur selten Alpin- und Biathlonrennen im TV verpasse... Mehr erfahren

aktualisiert am May 20, 2019

Aufgrund von massiven Schneefällen ist der bekannte Skiort Zermatt in der Schweiz erneut von der Außenwelt abgeschnitten. Wegen hoher Lawinengefahr sind die Zufahrtsstraßen sowie der Schienenverkehr seit Samstagabend, 20. Januar 2018, gesperrt. Am Montag wurde die höchste Lawinenstufe 5 ausgerufen. 9000 Touristen befinden sich aktuell in Zermatt. Eine Gefahr für den Ort besteht aber nicht. Bereits vor knapp zwei Wochen war der Ort im Wallis für mehrere Tage nicht erreichbar gewesen (mehr lesen).

Update: Am Mittwoch, 24. Januar 2018, kann um 17 Uhr nach umfangreichen Arbeiten der Bahnverkehr zwischen Zermatt und Täsch wieder aufgenommen werden. Auf der Strecke Visp – Täsch fahren dann allerdings weiterhin Bahnersatzbusse. Die Strasse Zermatt-Täsch bleibt bis mindestens Freitagmorgen gesperrt. 

9000 Urlauber im Ort gefangen

Zermatt liegt am Fuße des markanten Matterhorns.
© Zermatt Tourismus via Facebook Zermatt liegt am Fuße des markanten Matterhorns.

Über 1 Meter Schnee waren allein am Wochenende in Zermatt gefallen. Die Lawinengefahr ist dadurch wieder rapide gestiegen und hat nicht nur die einzige Zufahrtstraße sondern auch die Zugstrecke nach Täsch gefährdet. So wurde am Samstagabend um 20 Uhr erst die Straße und um 22 Uhr dann auch die Bahnlinie gesperrt. Am Sonntag und Montag war auch das große Skigebiet geschlossen. Kurzzeitig wurde dann auch die höchste Lawinenstufe 5 erreicht. Immer wieder kommt es rund um den Ort zu Lawinenabgängen. 

"Die Lage im Dorf ist ruhig"

Bereits am Samstagnachmittag informierten die Tourismusverantwortlichen in Zermatt die Gäste über die hohe Wahrscheinlichkeit einer erneuten Sperrung von Strasse und Bahn. Gäste mit wichtigen Terminen hatten somit die Gelegenheit, ihre An- oder Abreise anzutreten. Rund 9000 Urlauber verbringen derzeit ihre Ferien in Zermatt. "Die Lage im Dorf ist ruhig. Für die Bevölkerung besteht keine Gefahr", teilt der Sicherheitsdienst der Gemeinde Zermatt mit. Vorräte gäbe es im Ort genügend, man sei auf solche Situationen vorbereitet. Weit über 2 Meter Schnee liegen aktuell im Ort!

>> Zum Schneebericht mit Neuschneeprognose für Zermatt

Luftbrücke mit Hubschrauber eingerichtet

Wer aus Zermatt hinaus will, der muss mit dem Hubschrauber fliegen.
© Zermatt Tourismus via Facebook Wer aus Zermatt hinaus will, der muss mit dem Hubschrauber fliegen.

Wer den Ort dringend verlassen musste, der konnte auf private Kosten mit dem Hubschrauber von Air Zermatt ausfliegen. Wegen schlechter Sicht und heftigem Schneefall musste die Luftbrücke allerdings immer wieder geschlossen werden. Anfangs wurde mit dem Helikopter noch das sechs Kilometer entfernte Täsch angeflogen. Da dies am Montag aber auch abgeschnitten war, wurden die Fluggäste weiter nach Stalden geflogen. 

Auch am Mittwoch noch abgeschnitten

Wie lange die Zufahrtswege nach Zermatt und Täsch gesperrt bleiben, ist noch nicht bekannt. Am Montag schneite es noch heftig, am Dienstag strahlt nach Tagen endlich wieder die Sonne vom Himmel. Das Skigebiet öffnet ab Dienstag wieder mit einem Teilbetrieb. Mit kontrollierten Lawinensprengungen wird zudem versucht die Zufahrtsstraßen aktuell wieder befahrbar zu machen. Aber auch am Mittwoch war noch unklar, wie lange die Sperrung der Verkehrswege aufrecht bleibt. Für Freitag ist zudem bereits der nächste heftige Schneefall angesagt.

>> Zur Wetterprognose für Zermatt

Anreisende Gäste sollten nicht ins Tal fahren

Ab Dienstag soll über Zermatt wieder die Sonne lachen. Ab Mittwoch ist wohl auch die Anreise wieder problemlos möglich.
© Pascal Gertschen Ab Dienstag soll über Zermatt wieder die Sonne lachen. Ab Mittwoch ist wohl auch die Anreise wieder problemlos möglich.

Anreisenden Gästen empfiehlt Zermatt Tourismus sich mit den Beherbergern in Verbindung zu setzen. Es bietet sich an, auf der Reise einen Zwischenhalt in größeren Städten wie Zürich, Basel, Bern, Genf oder Lausanne einzuplanen und abzuwarten. 

Live-Ticker eingerichtet

Mit einem Live-Ticker hält Zermatt Tourismus die eingeschlossenen Gäste sowie anreisende Urlauber auf dem Laufenden über Sperrungen und die Flugzeiten des Hubschrauber-Shuttles.

>> Zum Live-Ticker über die Situation in Zermatt

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