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Von Buckelpisten bis Pulverschnee: 6 Tage Skifahren in Kanada

Als Redakteurin bei Skigebiete-Test habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht: Seit September 2016 bin ich leitend für den Content auf Deutschlands größtem Wintersportportal zuständig. Die Berge faszinieren mich schon immer und auf Skiern bin ich zum ersten Mal im Kindergarten gestanden. Infiziert bin ich auch mit dem Weltcup-Virus, sodass ich nur selten Alpin- und Biathlonrennen im TV verpasse... Mehr erfahren

aktualisiert am May 23, 2019

Einmal um die halbe Welt reisen, sechs Tage Non-Stop Skifahren und den Champagner-Powder in vollen Zügen genießen: Was nach einem absoluten Skifahrertraum klingt, ist die Kurzbeschreibung der Kanada-Tour unserer Testerin Carina. Für Skigebiete-Test hat sie sich letzten Winter auf den Weg gemacht, um zusammen mit den Gewinnern von Canadas West Reisen möglichst viel auf und abseits der Pisten zu entdecken.

Im Folgenden einige Auszüge aus ihrem Reisetagebuch:

Direktflug von Frankfurt aus

Voll bepackt ging es am Montagmorgen mit der Bahn zu Deutschlands größtem Flughafen nach Frankfurt. Dank des Online-Check-in musste ich am Schalter von Air Canada nur noch meine Skiausrüstung und den Koffer abgeben. Air Canada ermöglicht seinen Passagieren im Reisezeitraum von November bis Ende April die kostenlose Mitnahme der Ski- oder Snowboardausrüstung. Es dürfen sogar die Skischuhe in einer separaten Tasche aufgegeben werden, was die Einhaltung der Freigepäckmenge deutlich vereinfacht. Als Tipp, vor allem für den Hinflug, würde ich die Skistiefel als Handgepäck mitnehmen, man weiß ja nie, ob das Gepäck ankommt.

Angekommen in Calgary wurden ich und meine Gruppe von unseren beiden Stumböck Guides in Empfang genommen. René aus der Schweiz und Anton aus Tirol, werden uns auf den nächsten sechs Skitagen im Westen von Kanada begleiten. Wenig später ging's auch schon mit Vans ins eineinhalb Stunden entfernte Banff. Das lebendige, in wunderschöne Natur eingebettete Städtchen mit vielen Restaurants und Shoppingmöglichkeiten, ist unser Ausgangspunkt für die kommenden Skitage in Lake Louise und Sunshine Village.

Showtime in den Black Bowls

Traumwetter am ersten Skitag in Lake Louise.
© Skigebiete-Test / Carina Wich Traumwetter am ersten Skitag in Lake Louise.

Am ersten Tag stand gleich ein Highlight auf dem Programm: Skifahren im weltbekannten Austragungsort des FIS-Skiweltcup Lake Louise. Bei strahlendem Sonnenschein wagten wir die ersten Schwünge auf kanadischem Schnee. Nach dem Einfahren auf der Weltcup-Strecke ging es für uns in die legendären Black Bowls. Egal ob Buckelpisten oder Tree Runs, die Guides hatten dem Fahrkönnen entsprechend immer die passende Strecke parat. Einzig und allein der Champagne Powder fehlte an diesem Tag. So hatten wir ausreichend Zeit uns auf den Buckelpisten für die anstehenden Tiefschneeabfahrten vorzubereiten. Für einige Teilnehmer waren es die ersten Erfahrungen abseits der Pisten, was kein Problem darstellte, denn die Guides standen mit ihrem Fachwissen helfend zur Seite und so wurden schnell Fortschritte gemacht.

>> Zum Testbericht von Lake Louise

Tag 2 brachte uns zwar auch leider keinen Neuschnee, dafür eine traumhafte Gebirgskulisse im Skiort Sunshine Village. Das Top-Skigebiet mit seinen zahlreichen Powderpisten, Snowparks und vielfältigen Abfahrten für jede Könnerstufe lässt Herzen höher schlagen. Mit dem einzigen beheizbaren Sessellift in ganz Kanada setzt das Skigebiet zudem im Servicebereich neue Maßstäbe. Am Mount Standish und Lookout Mountain gibt es eine gefühlt unendliche Auswahl an passenden Pisten. Der abgetrennte Bereich des Freeride-Gebiets „Delirium Dive“, dessen Tor sich nur durch das Signal des LVS-Geräts öffnen lässt, war leider auf Grund des Neuschneemangels am Tag unseres Besuches gesperrt. Dafür vergnügten wir uns in den Wäldern rund um den Goat´s Eve Express Quad. Für einen Tagesausflug hat das Skigebiet wirklich einiges zu bieten.

>> Zum Testbericht von Sunshine Village

Am Morgen des dritten Tages war die Freude beim Blick aus dem Fenster riesig: Es hatte geschneit und so konnten wir uns auf einen Skitag im Pulverschnee freuen. Wieder in Lake Louise angekommen, verloren wir keine Zeit und machten uns sofort in die Black Bowls auf. Einfach nur traumhaft. Im luftigen Champagne Powder macht Skifahren einfach doppelt so viel Spaß. Ein Skitag, den man sich nicht besser vorstellen könnte mit unverspurten Powderabfahrten und verschneiten Tree Runs. Hier ein Video von unserer Tiefschneetour:

Ski in – Ski out in Panorama

Die Taynton Bowl ist bei frischem Neuschnee eine der beliebtesten in Panorama.
© Skigebiete-Test / Carina Wich Die Taynton Bowl ist bei frischem Neuschnee eine der beliebtesten in Panorama.

Noch am späten Nachmittag des dritten Tages ging es für uns weiter durch den Banff National Park in das Panorama Mountain Resort in der Nähe von Invermere. Das Skigebiet mit direktem Anschluss an eines der weltgrößten Heliskiing-Gebiete hat auch abseits der Pisten einiges zu bieten. Zum Beispiel die größten Hot-Pools Kanada, die wir nach unserer Ankunft am Abend sofort einweihten und die ab diesem Zeitpunkt unser täglicher Gruppentreffpunkt nach dem Skitag wurden.

Raus aus dem Hotel und ab auf die Piste, das ist es was das Ski In - Ski Out Resort Panorama ausmacht. Man braucht keine Ski-Shuttels um zu den Liften zu gelangen und kann sofort in das weitläufige Skigebiet starten. Nach kurzem Einfahren auf den breiten Pisten, bekamen wir den Tipp, dass die Taynton Bowl von der Ski-Patrol freigegeben wurde. Jetzt hieß es schnell sein, denn unser Guide erklärte uns: Ist die Bowl einmal freigegeben, pilgern die Freeride-Jünger in Scharen in die Bowl, denn wer will nicht der Erste im unverspurten Pulverschnee sein.

Das Golden Plateau des ehemaligen Heliskiing-Gebiets ist nach einem kurzen Aufstieg von etwa 35 Minuten erreichbar. Wer nicht bis zum Ende der Bowl wandern möchte, kann sich jederzeit seinen Weg durch die Wälder bahnen. In Kanada darf das gesamte Areal innerhalb der Grenzen des Skigebiets, also auch die Liftschneisen und Wälder, befahren werden, außer die Wege sind ausdrücklich gesperrt. Unser Favorit in Panorama ist der Monster-Trail. Mit Felsen, Tree-Runs und weiten, eher flachen Passagen bietet sie alles was das Skifahrerherz höher schlagen lässt.

Es gibt wohl kaum eine bessere Vorbereitung auf einen anstehenden Heliskiing-Ausflug als im Gebiet der Taynton Bowl. Und so machten sich einige Teilnehmer der Gruppe am vorletzten Tag auf zum Heliskiing. RK Heliskiing ist der Spezialist für Tages-Heliskiing in Panorama und bietet auch für Einsteiger Touren an. Die exklusivste Art des Skifahrens lässt sich perfekt in den Skiurlaub in Panorama integrieren, da der Abflugort direkt im Skigebiet liegt.

-> Zum Testbericht des Panorama Mountain Resorts

Ein Loblied auf Land und Leute

Die traumhafte Landschaft in Kanadas Westen brachte uns immer wieder aufs Neue zum Staunen.
© Skigebiete-Test / Carina Wich Die traumhafte Landschaft in Kanadas Westen brachte uns immer wieder aufs Neue zum Staunen.

Nach drei traumhaften Skitagen in Panorama brachten uns unsere Stumböck Guides wieder zum Flughafen nach Calgary, wo es leider Zeit war Abschied zu nehmen. Abschied von einem atemberaubenden Land, mit einmaliger Landschaft und extrem freundlichen Bewohnern. Im Flieger zurück nach Frankfurt ließen wir einen rundum gelungen Urlaub, von der Planung und Organisation vor Ort bis hin zur Dynamik der Gruppenteilnehmer, noch einmal Revue passieren und waren uns alle einig, dass uns dieser Urlaub für immer in Erinnerung bleiben wird.

Vor allem für die Freeride-Einsteiger der Gruppe war die Tour bestens geeignet. In den Skigebieten rund um Lake Louise kann man sich wunderbar an das Heliskiing herantasten und sein Können verbessern. Aber auch für Profis halten die von uns bereisten Skigebiete mit ihren Black Bowls und den Heliskiing-Möglichkeiten jede Menge Herausforderungen parat.

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