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Mit Kameras und Sensoren: Neue Gondel in Zermatt fährt autonom

Auf Skiern stand ich schon als Kind und kann es seitdem jeden Winter aufs Neue kaum erwarten wieder auf die Piste zu kommen. Deshalb ist es umso schöner, dass ich nach meinem Studium in Medien und Kommunikation einen Job als Redakteurin bei Skigebiete-Test gefunden habe, in dem sich alles um mein Lieblings-Hobby dreht. Wenn ihr Fragen zu mir oder rund um das größte Wintersportportal... Mehr erfahren

aktualisiert am Jan 31, 2021

Trotz Coronakrise wurde in Zermatt fleißig gebaut und für den Winter 2020/2021 eine neue Seilbahn eröffnet. Das Skigebiet am Matterhorn gehört seit Jahren zu den absoluten Top-Skigebieten der Welt. Damit das auch so bleibt, investieren die Bergbahnen kontinuierlich in den Ausbau ihrer Anlagen. Doch das neue 30-Millionen-Projekt soll nicht nur die Infrastruktur verbessern, es liefert auch eine ganz besondere Neuheit: die erste autonome Gondelbahn der Schweiz.

Neue Gondelbahn am Rothorn

Die geräumigen Kabinen bieten einen tollen Blick auf das Matterhorn.
© Garaventa/Zermatt Bergbahnen Die geräumigen Kabinen bieten einen tollen Blick auf das Matterhorn.

Nachdem erst vor zwei Jahren mit dem Glacier Ride, der höchsten 3S-Bahn der Welt, ein Mega-Projekt fertiggestellt wurde, wartet in Zermatt bereits die nächste Neuheit auf Wintersportler. Die neue 10er Gondelbahn Kumme führt von Tufternkehr über die Mittelstation Wyss Gufer auf das 3.103 Meter hohe Rothorn.

Durch die großen Panoramascheiben genießen die Passagiere während der ruhigen Fahrt einen herrlichen Ausblick auf das berühmte Matterhorn. Auch im Design der Kabinen finden sich die umliegenden Gipfel wieder. Denn auf den Gondeln sind verschiedene Viertausender der Zermatter Bergwelt und heimische Alpentiere abgebildet.

>> Die neue Bahn im Pistenplan

Erste autonome Gondelbahn der Schweiz

Die Gondelbahn Kumme wird über intelligente Technik autonom gesteuert.
© Garaventa/Zermatt Bergbahnen Die Gondelbahn Kumme wird über intelligente Technik autonom gesteuert.

Die eigentliche Besonderheit der neuen Gondelbahn liegt aber in ihrer Technik. Die Kumme-Bahn ist die erste autonome Gondelbahn der Schweiz. Mit dem neuen Seilbahnsystem „AURO“ – Autonomous Ropeway Operation – hat der Seilbahnhersteller Doppelmayr/Garaventa eine Bahn entwickelt, die ohne Betreiber laufen kann.

Die Anlage wird mit intelligenter und vernetzter Technik über Kameras und Sensoren überwacht. Kommt es vor allem beim Ein- und Ausstieg zu außergewöhnlichen Situationen, z.B. wenn ein Gast mit dem Schuh in der Kabinentüre hängen bleibt, schaltet das System die Anlage automatisch ab. Hat sich die Situation wieder aufgelöst, kann ein Seilbahnmitarbeiter die Bahn über das Kontrollzentrum wieder starten.

„Die GB Kumme knüpft direkt an frühere, bahnbrechende Projekte, wie die höchste Bergstation Europas oder die höchste 3S Bahn der Welt, an. Die Inbetriebnahme dieser technischen Meisterleistung wird das Skigebiet unterhalb des Rothorns massiv aufwerten und soll über die Destination Zermatt hinaus den Weg für technische Innovation ebnen“, so Markus Hasler, CEO der Zermatt Bergbahnen AG.

Die neue Gondelbahn wurde pünktlich zum Start der Wintersaison 2020/2021 in Betrieb genommen. Zusätzlich verbessert eine neue Schneeanlage mit 63 Schneelanzen und 5 Lawinensprengmästen auch die Pistenqualität an der neuen Bahn im Gebiet Unterrothorn.

>> Mehr Infos zum Skigebiet Zermatt

Fakten zur neuen Gondelbahn

The Kumme gondola lift - Innovative... | 03:32
Technische Details GB Kumme
TypAutonome 10er Gondelbahn
HerstellerDoppelmayr/Garaventa
Länge3,2 km
Geschwindigkeit6 Meter/Sekunde
Förderleistung1.500 Personen/Stunde
Anzahl Stützen17
Anzahl Gondeln56

 

Schneehöhen

Projekte für die Zukunft

Kameras und Sensoren überwachen vor allem den Ein- und Ausstieg an den drei Stationen.
© Garaventa/Zermatt Bergbahnen Kameras und Sensoren überwachen vor allem den Ein- und Ausstieg an den drei Stationen.

Trotz der schwierigen Situation in der Corona-Pandemie investieren die Zermatt Bergbahnen weiter in die Zukunft. Für die Kumme Gondelbahn wurden rund 30 Millionen Schweizer Franken in die Hand genommen. Und die nächste Neuheit ist ebenfalls bereits im Bau. Im Sommer 2022 soll die neue 3S-Bahn Glacier Ride II fertiggestellt werden. Die höchste Alpenüberquerung verbindet Zermatt dann ganzjährig mit Italien. >> Mehr zum Projekt

 

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Schweizer Skigebiete sind geöffnet

In der Schweiz sind die Skigebiete trotz der Corona-Pandemie geöffnet. Es gelten aber strenge Schutzkonzepte wie Maskenpflicht und eingeschränkte Kapazität in geschlossenen Transportmitteln. In einigen Kantonen sind auch die Restaurants im Skigebiet geschlossen. Gäste aus dem Ausland sollten beachten, dass zahlreiche Länder (darunter auch Deutschland) eine Reisewarnung für die Schweiz ausgesprochen haben und bei der Rückkehr ins Heimatland gegebenenfalls eine Quarantäne eingeplant werden muss.

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The Kumme gondola lift - Innovative... | 03:32
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