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Tourengeher attackiert Pistenraupenfahrer

Als Redakteurin bei Skigebiete-Test habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht: Seit September 2016 bin ich leitend für den Content auf Deutschlands größtem Wintersportportal zuständig. Die Berge faszinieren mich seit jeher und auf Skiern stand ich zum ersten Mal im Kindergarten. Absolut infiziert bin ich auch mit dem Weltcup-Virus und verpasse im Winter nur selten Rennen im TV.... Mehr erfahren

aktualisiert am Jan 20, 2020

Die Polizei ermittelt nach einem Vorfall im Skigebiet am Rangger Köpfl bei Innsbruck. Am späten Freitagabend ist dort gegen 23 Uhr ein Tourengeher auf einen Pistenraupenfahrer losgegangen. Dabei wollte der Bergbahnmitarbeiter die Gruppe nur auf die große Gefahr hinweisen, wenn er gleichzeitig mit einem Windenseil die Piste präpariert. Das Skigebiet ist genau aus diesen Gründen von 17 bis 8 Uhr gesperrt.

>> Hier liegt das Skigebiet

Präparierungsarbeiten wurden ignoriert

Laut ORF Tirol war der Bergbahnmitarbeiter gerade dabei die Pisten zu präparieren, als eine Gruppe von Wintersportlern mit ihren Stirnlampen in Richtung Tal abfuhr. Schon zuvor waren mehrere Tourengeher über ein nicht gespanntes Windenseil der Pistenraupe gefahren. Daher stieg der Pistenraupenfahrer nun aus, um die Gruppe zu warnen und darauf hinzuweisen, welche Gefahr ein gespanntes Seil darstellt. Daraufhin griff einer der Tourengeher den Mitarbeiter der Oberperfer Bergbahnen an. 

Probleme in vielen Skigebieten

Nachts werden die Pisten am Rangger Köpfl präpariert, um den Gästen tagsüber ein optimales Skierlebnis zu ermöglichen.
© Innsbruck Tourismus / Christof Lackner Nachts werden die Pisten am Rangger Köpfl präpariert, um den Gästen tagsüber ein optimales Skierlebnis zu ermöglichen.

Nächtliche Tourengeher führen in Skigebieten immer wieder zu großen Problemen. Zum einen begeben sie sich in große Gefahr während der Präparierungsarbeiten, zum anderen machen sie die frisch präparierten Pisten wieder kaputt. Die Abfahrten sollten eigentlich über Nacht durchfrieren, um den zahlenden Gästen am nächsten Tag ein tolles Skierlebnis zu bieten.

Genau aus diesem Grund ist auch der Betreiber des Skigebiets am Götschen im Berchtesgadener Land stinksauer. Er machte seinem großen Ärger öffentlich über Facebook Luft (wir berichteten).

Verbale Angriffe keine Seltenheit

Im Fall vom Rangger Köpfl berichtet der Bergbahnchef dem ORF Tirol, dass verbale Angriffe von Tourengehern gegenüber Pistenraupenfahrern keine Seltenheit seien. Die Belastungen und der psychische Druck für die Bergbahnmitarbeiter in den Pistenbullys würden immer größer werden. Sie müssten ja immer damit rechnen, dass ihnen jemand hineinfahre. Und das, obwohl unter anderem auch auf der Homepage groß darauf hingewiesen wird, dass die Pisten aus Sicherheitsgründen von 17 bis 8 Uhr gesperrt sind. 

Umso unverständlicher wird der nächtliche Vorfall vom Wochenende, wenn man weiß, dass man am Rangger Köpfl extra ein Angebot für nächtliche Tourengeher geschaffen hat. Dies ist jedoch ausschließlich am Dienstag von 18 bis 22 Uhr möglich. 

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Ein Skifahrer ist am Arber ausgerastet und hat drei Bergbahnmitarbeiter verletzt. Zwei mussten im Krankenhaus behandelt werden. Dabei wollten sie ihm und seiner verletzten Freundin nur helfen (mehr lesen). 

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