Skimagazin

Partner

Italiens Regierung schließt alle Skigebiete - aber Südtirol wehrt sich

Als Redakteurin bei Skigebiete-Test habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht: Seit September 2016 bin ich leitend für den Content auf Deutschlands größtem Wintersportportal zuständig. Die Berge faszinieren mich seit jeher und auf Skiern stand ich zum ersten Mal im Kindergarten. Falls ihr Fragen oder Anregungen zu Skigebiete-Test habt, könnt ihr mich jederzeit per E-Mail unter der... Mehr erfahren

aktualisiert am Mar 16, 2021

Steht die Skisaison in Italien schon jetzt vor dem Aus? Die Regierung in Rom hat aufgrund von stark steigenden Infektionszahlen die Corona-Maßnahmen im Land deutlich verschärft und nicht nur eine nächtliche Ausgangssperre samt Schließung aller Restaurants um 18 Uhr verhängt, auch die Schließung aller Skipisten wurde bis Ende November beschlossen. Nur Profiteams dürfen dort seit Montag, 26. Oktober, noch trainieren. Eine Region wehrt sich aber dagegen: In Südtirol im Norden des Landes bleiben die Skigebiete bis auf weiteres auch für Freizeitsportler geöffnet, denn die autonome Regierung hat für sich einige Ausnahmen festgelegt.

>> Liste: Geöffnete Skigebiete in Europa

"Im November wird man in Italien nicht Ski fahren"

Die richtige Skisaison in Italien beginnt zwar erst im Dezember, aber auch jetzt im Oktober haben schon die ersten hochgelegenen Skigebiete geöffnet. Ein Teil davon ist seit Montag wieder geschlossen: „Im November wird man in Italien nicht Ski fahren“, erklärte der italienische Sportminister Vincenzo Spadafora gegenüber den Medien.

Die Betreiber im Sommerskigebiet am Stilfser Joch haben aufgrund der neuen Regierungsverordnung ihre Saison eine Woche früher als geplant beendet. Gestoppt wurde der Liftbetrieb auch im Bergdorf Breuil-Cervinia an der Schweizer Grenze, wo die Skisaison erst am Samstag gestartet war und lange Schlangen vor dem Ticketschalter für große Diskussionen in den sozialen Medien sorgten.

>> Ticker zum Coronavirus: Aktuelle Lage in den Skigebieten

Mehrere Ausnahmen in Südtirol

In ganz Italien gilt die Pistenschließung ab 26. Oktober allerdings nicht. Denn in einer Region regt sich Widerstand: Die autonome Region Südtirol, wo der Bergtourismus einer der wichtigsten Wirtschaftszweige ist, hat in der neuesten Verordnung viele der staatlichen Maßnahmen übernommen, aber die Skipisten werden nicht gesperrt. Die Skilifte in den geöffneten Skigebieten am Schnalstaler Gletscher und in Sulden laufen weiter. Allerdings ist laut Verordnung darauf zu achten, "jede Form der Menschenansammlung zu vermeiden". Die Seilbahnen und Skilifte mit geschlossenen Kabinen dürfen außerdem nur noch zu 80 Prozent gefüllt werden. Eine Maskenpflicht in Liften, Warteschlangen und Restaurants gilt ohnehin bereits.

>> So will Gröden im Winter die Einhaltung der Corona-Regeln kontrollieren

Es ist nicht die einzige Ausnahme, die in Südtirol von der landesweiten Verordnung gemacht wird. So dürfen in dem nördlichen Landesteil auch Restaurants noch bis 22 Uhr öffnen sowie Kinos und Theater werden im Gegensatz zum Rest Italiens nicht geschlossen. Vor allem die Schließung der Gaststätten und Bars um 18 Uhr sorgt derzeit für großen Widerstand in der Bevölkerung außerhalb Südtirols. Italienweit finden zahlreiche Demonstrationen statt. Zwei Millionen Angestellte bangen um ihre Jobs.

>> Lockdown im November auch in Frankreich & Deutschland

Große Angst in den Skiregionen

Die neue Corona-Verordnung gilt in Italien bis 24. November, wie es danach weiter geht ist unklar. Auch wie lange noch in Südtirol Ausnahmen gelten, kann nicht abgeschätzt werden. Eines aber ist sicher: Die Angst in den Skiregionen ist derzeit groß, dass die Wintersaison komplett ausfallen könnte und ein Milliardenverlust im Tourismus droht.

Geschwächt wird der Tourismus ohnehin durch die Reisewarnungen, die unter anderem Deutschland für Italien ausgerufen hat. Wer aus dem Risikogebiet zurückkehrt, muss entweder einen negativen Coronatest vorweisen oder sich in Quarantäne begeben. Ein Reiseverbot gibt es aber nicht. (Stand: 27.10.2020)


Update Samstag, 31.10.: Die Südtiroler Landesregierung ist zurückgerudert und hat den Coronakurs verschärft. So gilt ab heute eine nächtliche Ausgangssperre und die Restaurants müssen bereits um 18 Uhr schließen. Kinos, Theater und Konzertsäle werden nun auch geschlossen. Geöffnet bleiben weiterhin die Skigebiete, allerdings mit überarbeiteten Schutzkonzepten. So wird beispielsweise am Schnalstaler Gletscher die Kabinenbahn nur noch zu 50 Prozent gefüllt und es werden pro Tag nur noch 1500 Besucher ins Skigebiet gelassen. Außerdem werden Skiclubs und Trainingsgruppen in mehreren Zeitfenstern bereits ab 7.15 Uhr auf den Berg gebracht. Die normalen Freizeitsportler folgen dann ab 9 Uhr.
 

Update Mittwoch, 4.11.: Die Landesregierung hat erneut striktere Maßnahmen beschlossen, die ab 4. November in Kraft treten und einem Lockdown gleichen. So sind Hotels, Restaurants und Geschäfte für die nächsten drei Wochen geschlossen. Auch Freizeiteinrichtungen und Skigebiete müssen für Freizeitsportler nun schließen. Lediglich Wettkampfathleten dürfen noch trainieren und auch in den Hotels übernachten (mehr Infos).
 

Wir informieren dich bei Neuschnee:

Schneeticker

Anzeige
Ähnliche Artikel im Skimagazin
Angebote & Tipps

Aktuelle Umfrage

Sommerurlaub in den Bergen?
Hinweise zum Datenschutz

Forum und Usermeinungen

Papa-Berggeistvor 8 Monaten
Jetzt siegt nur noch die Vernunft.
Alles wird GUT.
Hannesvor 8 Monaten
Südtirol/Sexten-Innichen sind 45 Jahre schon meine 2. Heimat. Ich verstehe die Regeln und ihre Einhaltung in der Corona-Situation, aber ohne Unterstützung auch aus Deutschland heraus, geht diese ...
karinvor 7 Monaten

Wir sind seit fast 40 Jahren über Weihnachten in Südtirol, es fehlt dieses Jahr, ich hoffe, das unser Hotel überlebt

Rudolf Bischoffvor 8 Monaten
Kein Kommentar.
Guenthervor 8 Monaten

Der größte Witz ist doch, dass die Gondeln mit z. B. 70 statt 80 Personen belegt werden können. Wie kann da der notwendige Abstand gewahrt werden

Irtenkauf Doravor 8 Monaten
Das mit dem schließen finde ich ok wir tun nur die Menschen leid die es trifft .Bin nämlich Südtirol Fan u. SCHNALSTAList meine 2. Heimat
Arnovor 8 Monaten
MIT ENORMEN KOLLATERALSCHÄDEN
Arnovor 8 Monaten
Global betrachtet findet seit Anfang 2020 der größte anzunehmende Super GAU an der Menschheit statt. Es ist und wird der größte Betrug an 99% der Menschen unwiderruflich vollzogen . lt Herr Kre...
Stefanvor 8 Monaten

Welcher Betrug?

Johann Müllervor 8 Monaten
Nein
Ingeborgvor 8 Monaten
Hallo,wann wachen die Menschen endlich auf.Es geht nicht immer nur um's Vergnügen
Tomvor 8 Monaten

Richtig

Gelivor 8 Monaten

Das sehen viele leider ganz anders!

Petervor 8 Monaten
Diese Regierung ist die schlimmste Regierung die Italien je hatte.Schon hetzt nach 9 Monaten ist die Zahl der Armut von 31% auf 45% gestiegen und wird jetzt durch die neuen Regeln noch extrem anste...
Ansgarvor 8 Monaten

Richtig, Waffen raus

Giovannivor 8 Monaten

Es liegt nicht nur an der Italienischen Regieting sondern an der Europaischen Macht die sie auf uns ausübt ,Wir wissen alle das die EU Ländern mir Geld Austattet ,raus aus der Eu es lebe salvini

Alle 3 Kommentare anzeigen
Login mit Google+