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Für 47 Mio. Euro: Runderneuerung des Skigebiets am Jenner

Als Redakteurin bei Skigebiete-Test habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht: Seit September 2016 bin ich leitend für den Content auf Deutschlands größtem Wintersportportal zuständig. Die Berge faszinieren mich seit jeher und auf Skiern bin ich zum ersten Mal im Kindergarten gestanden. Absolut infiziert bin ich zudem mit dem Weltcup-Virus und verpasse im Winter nur selten Alpin-... Mehr erfahren

aktualisiert am May 20, 2019

Ein komplett neues Sommer- und Wintererlebnis erwartet Besucher am Jenner im Berchtesgadener Land. Für 47 Millionen Euro entstehen bis zum Sommer 2018 eine hochmoderne Gondelbahn, drei neue Stationsgebäude, zwei 6er Sesselbahnen und ein neues Familienparadies. Die Betreiber der Berchtesgadener Bergbahn AG wollen "nicht nur eine Bahn neu bauen, sondern den gesamten Berg updaten". So will man gerüstet sein für die Zukunft und sowohl Winter- als auch Sommertourismus optimal bedienen. 

Update Juli 2018: Nach einer Naturschutzklage kommt es zu starken Verzögerungen an der neuen Jennerbahn. Mehr Infos dazu hier.

10er Kabinenbahn mit zwei Sektionen

Abschied von der alten Jennerbahn | 10:02

Herzstück und größte Maßnahme des Millionenprojekts ist der Bau der neuen Jennerbahn. Eine komfortable und nahezu geräuschlose 10er-Kabinenbahn mit zwei Sektionen wird die Vorgängergondel von 1953 ersetzen. Im Video seht ihr Aufnahmen von der nostalgischen Bahn, die vielen in der Region rund um den Königssee sehr ans Herz gewachsen ist. Da fiel der Abschied zum Startschuss der Arbeiten im März 2017 nicht leicht. Aber die alte Bahn zu sanieren wäre wirtschaftlich nicht sinnvoll gewesen. 

Um die umfangreichen Bauarbeiten durchführen zu können, wurde im Winter 2017/18 komplett auf den Skibetrieb verzichtet. Lediglich Tourengeher konnten die nicht präparierten Abfahrten auf eigene Gefahr nutzen. Ab dem Sommer 2018 können dann 1500 Personen pro Stunde mit der neuen Jennerbahn auf den Gipfel auf über 1800 Meter transportiert werden. Die Fahrzeit verringert sich fast um die Hälfte von 26 auf 17 Minuten. Wartezeiten gehören damit der Vergangenheit an. 

Großen Wert hat die Berchtesgadener Bergbahn AG bei der Umsetzung auf den Naturschutz und die Nachhaltigkeit gelegt. So wurde unter anderem eng mit dem Nationalpark Berchtesgaden zusammen gearbeitet, da auch Flächen am Jenner unter Naturschutz stehen. Die neue Jennerbahn wird zudem per "direct drive" betrieben, einem innovativen, umweltbewussten Antriebssystem ohne Getriebe und ohne Öl.

Aber auch die Barrierefreiheit spielt eine große Rolle. Rampen und Aufzüge werden ebenso verbaut wie besonders breite Türen. Alle 60 Zehnerkabinen sind zudem für Rollstühle und Kinderwagen geeignet und es gibt eine eigene Zustiegsspur für Monoskifahrer. Auch an eine Spezialkabine für Drachenflieger wurde gedacht. Ganz nach dem Motto: "Bergerlebnis im Berchtesgadener Land für alle."

Drei hochmoderne Stationsgebäude

Eine Vision wird wahr: So sieht die Talstation der Jennerbahn ab dem Sommer aus.
© BBAG Eine Vision wird wahr: So sieht die Talstation der Jennerbahn ab dem Sommer aus.

Das Großprojekt in der Gemeinde Schönau am Königssee umfasst neben der Erneuerung der Jennerbahn auch den Neubau aller drei Stationsgebäude.

Die Talstation wird zu einem barrierefreien Doppelgebäude mit Sportshop, zahlreichen Depots für die Ausrüstung der Gäste sowie einem Verwaltungsbereich.

An der Mittelstation dürfen sich die Gäste auf ein Bistro mit Snacks und Kleinigkeiten freuen und auch der Antrieb für beide Sektionen sowie die Garagen für die Pistenfahrzeuge werden sich hier befinden.

Etwas Spezielles wird die neue Bergstation der Jennerbahn. Highlight ist die Jenneralm, eine großes Panoramarestaurant mit Sonnenterrasse und gemütlichem Gastraum. Den grandiosen Ausblick auf die Berchtesgadener Alpen sowie den beeindruckenden Königssee gibt es gratis dazu. Eine Ausstellung gibt zudem spannende Einblicke in den Nationalpark Berchtesgaden. 

>> Zum Bautagebuch der Bergbahn

Zwei neue Sesselbahnen und neues Familienparadies

Zur umfassendem "Update" des Skigebiets am Jenner gehören auch zwei neue 6er Sesselbahnen als Ersatzbauten für die bisherigen beiden Doppel-Sessellifte. So wird die bisherige Mitterkaser-Doppelsesselbahn mit 6er Sesseln aufgerüstet und künftig an der Bergstation der Jennerbahn enden.

Auch die Jennerwiesen-Sesselbahn erhält sechs Plätze und wird künftig in die Mittelstation Richtung Tal verlegt. Dort wird sich zum Winterstart 2017/18 auch das neue Familienparadies mit vielen Übungsmöglichkeiten und leichten Pisten auf 1200 Metern Höhe befinden.

Wer schon sicher auf den Skiern steht, kann sich fortan auf den 7 offiziellen Pistenkilometern (blau und rot markiert) sowie einigen Varianten und Routen austoben. Der obere Bereich des Skigebiets ist dabei durchaus anspruchsvoll. "Der Jenner ist für Könner", sagen die Einheimischen gerne, wenn sie über ihren Hausberg sprechen. 

>> Mehr Informationen zum Skigebiet am Jenner

Die neuen Tarife für die Wintersaison 2018/19

Preise Skigebiet 2018/19:

 Erwachsene
(18-59 J.)
Jugendliche
(14-17 J.)
Kinder
(6-13 J.)
Senioren
(ab 60 J.)
Tageskarte39 Euro32 Euro16 Euro32 Euro
Halbtageskarte
(ab 11.30 Uhr)
33 Euro26 Euro13 Euro26 Euro
Happy Hour Card
(2 Stunden)
25 Euro20 Euro10 Euro 
10 Stunden Karte 
(10x1 Stunde)
125 Euro100 Euro50 Euro 
Saisonkarte Winter275 Euro198 Euro99 Euro 
Jahreskarte395 Euro310 Euro155 Euro 


Familien (ab 1 Erwachsenen und 1 Kind) erhalten Ermäßigungen.

Preise für den Sommerbetrieb 2018

 ErwachseneJugendlicheKinder
Tal-Berg-Tal
(4 Teilstrecken)
27,50 Euro22 Euro11 Euro
Tal-Berg / Berg-Tal
(2 Teilstrecken)
19 Euro16 Euro8 Euro
Tal-Mitte / Mitte-Berg /
Berg-Mitte / Mitte-Tal
(1 Teilstrecke)
9 Euro8 Euro4 Euro


Familien (ab 1 Erwachsenen und 1 Kind) erhalten Ermäßigungen.

Video

Abschied von der alten Jennerbahn | 10:02
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Forum und Usermeinungen

helmut hertelendyam Nov 14, 2018
ich find das einen Jammer, dass es keine Vergünstigung 1. für einheimische gibt......in AT gibt es das....und weshalb keinen Nachlass für Rentner..was soll dass........wir haben das Land finanz...
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