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Mehrere Schweizer Kantone sperren Skigebiete über Weihnachten

Als Redakteurin bei Skigebiete-Test habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht: Seit September 2016 bin ich leitend für den Content auf Deutschlands größtem Wintersportportal zuständig. Die Berge faszinieren mich seit jeher und auf Skiern stand ich zum ersten Mal im Kindergarten. Falls ihr Fragen oder Anregungen zu Skigebiete-Test habt, könnt ihr mich jederzeit per E-Mail unter der... Mehr erfahren

aktualisiert am Dec 30, 2020

Zwangspause auf den Skipisten: Zahlreiche Kantone in der Zentral- und Ostschweiz stoppen den Skibetrieb über die Festtage. Grund sind die epidemiologische Lage und knappen Kapazitäten in den Spitälern. Es handelt sich dabei aber fast ausschließlich um kleinere Wintersportregionen. Die großen Kantone Wallis, Bern und auch Graubünden haben grünes Licht fürs Skifahren über Weihnachten gegeben. Das sorgt nicht nur innerhalb des Landes sondern auch international für Kritik.

Immer noch sehr hohe Infektionszahlen

Nachdem der Bund in der Schweiz keine Vorgabe zur flächendeckenden Schließung der Skigebiete gegeben hat, ziehen jetzt immer mehr Kantone die Notbremse. Dies ist möglich, da die Skigebiete ab 22. Dezember nur noch öffnen dürfen, wenn sie eine Bewilligung der Kantonsregierung erhalten. Dabei müssen auch das Infektionsgeschehen vor Ort und die Spitalskapazitäten berücksichtigt werden.

Die Coronazahlen in der Schweiz gehören immer noch zu den höchsten in Europa. Trotzdem hat man sich dort in der zweiten Welle bewusst gegen einen harten Lockdown entschieden und immer wieder nur Teilmaßnahmen umgesetzt, wie die Ausweitung der Maskenpflicht und regionale Verschärfungen (wir berichteten). Kurz vor Weihnachten werden nun erstmals flächendeckend die Restaurants und Kultureinrichtungen geschlossen, die Geschäfte und Hotels dürfen aber geöffnet bleiben.

Vorerst für eine Woche geschlossen

Winterwandern erlaubt, Skifahren verboten: Das gilt aktuell im Skigebiet Flumserberg.
zur Webcam   © Flumserberg / Feratel.com Winterwandern erlaubt, Skifahren verboten: Das gilt aktuell im Skigebiet Flumserberg.

Wo und wie lange der Skibetrieb vorübergehend einstellt wird, liegt in der Schweiz allein in den Händen der jeweiligen Kantone. Mindestens für eine Woche sind die Skilifte ab dem 22.12. in folgenden Kantonen dicht: Luzern, St. Gallen, Zürich, Glarus, Obwalden, Nidwalden, Schwyz, Uri, Glarus, Zug und Appenzell Innerrhoden. Dort liegen unter anderem die bekannten Skigebiete Engelberg, Pizol, Flumserberg, Hoch Ybrig, Chäserrug oder auch Stoos und Sörenberg, die alle schon in die neue Skisaison gestartet sind. Teilweise dürfen aber Winterwanderer und Langläufer befördert werden.

Im Laufe der nächsten Woche wird die Infektionslage von den Kantonen neu bewertet, ob eine weitere Schließung nötig ist oder ob der Skibetrieb wieder starten kann. Lediglich im Kanton Zürich hat man den Schließungszeitraum bereits jetzt bis 22. Januar verlängert. Sobald der Skibetrieb in einem Kanton wieder bewilligt wird, erfahrt ihr es sofort in unserem Corona-Ticker.

Graubünden, Wallis und Bern bleiben offen

In Saas-Fee im Wallis läuft die Skisaison nahtlos weiter über Weihnachten. Knapp 80 Pistenkilometer sind geöffnet.
zur Webcam   © Feratel.com In Saas-Fee im Wallis läuft die Skisaison nahtlos weiter über Weihnachten. Knapp 80 Pistenkilometer sind geöffnet.

Nahtlos weiter läuft der Skibetrieb in den drei großen Wintersport-Kantonen Graubünden, Wallis und Bern, wo sich auch der Großteil der Schweizer Skigebiete befindet. Die entsprechende Bewilligung wurde den Liftbetreibern bereits erteilt. Die Zahl der Neuinfektionen und auch die Krankenhausbelegung werden aber beobachtet und die Lage täglich neu beurteilt, heißt es aus Graubünden. Damit es zu keiner Überlastung in einzelnen Spitälern kommt, werden etwa in Bern die Skiunfälle auf den ganzen Kanton verteilt. In Graubünden hat man zudem ein Alkoholverbot im kompletten Skigebiet ausgesprochen, um das Unfallrisiko zu vermindern. Die Restaurants sind ohnehin bereits geschlossen oder machen wie im Wallis ab Samstagabend dicht.

Es gelten außerdem umfangreiche Schutzkonzepte. Dazu gehört unter anderem eine strenge Maskenpflicht in allen Liften, Warteschlangen und Gebäuden, wobei aber nur hochwertige und zertifzierten Masken verwendet werden dürfen und keine selbstgenähten Masken oder einfache Schals. Geschlossene Transportmittel werden außerdem nur zu zwei Drittel besetzt. Für einige Skigebiete benötigt man zudem vorab eine Reservierung, da nur eine bestimmte Anzahl an Gästen zugelassen wird. Genaue Informationen zu den jeweiligen Corona-Regeln haben wir bei jedem Skigebietseintrag aufgelistet.

>> Übersicht: Offene Skigebiete in der Schweiz

Reisewarnungen und Quarantänepflicht

Gäste aus dem Ausland sollten beachten, dass zahlreiche Länder wie Deutschland Reisewarnungen für die Schweiz ausgesprochen haben. Bei der Rückkehr ins Heimatland sind zehn Tage Quarantäne einzuplanen. Einige deutsche Bundesländer, wie Baden-Württemberg, lassen allerdings noch 24-Stunden-Ausflüge ohne anschließende Quarantäne zu. In Bayern wurde dies aber bereits verboten (Übersicht aller Bundesländer).

Hinzu kommt, dass auch die Schweiz eine eigene Risikoliste hat, sodass Einreisende aus bestimmten Regionen erstmal in Quarantäne müssen, bevor sie die Pisten erobern können. Aus Deutschland steht derzeit aber nur das Bundesland Sachsen auf dieser Liste.

>> Skifahren im Corona-Winter: So sieht es in den anderen Ländern aus

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