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Der weiße Rausch: Fulminanter Saisonausklang am Arlberg

Den Spaß am Wintersport entdeckte ich zugegebenermaßen erst relativ spät. Trotzdem gehört meine Arbeit heute zu meinen größten Leidenschaften. Mein sprachwissenschaftliches Studium an der Uni Regensburg diente dem Ziel, später als Online-Redakteurin zu arbeiten. Seit 2013 mache ich mit dem Snowboard die Berge unsicher, recherchiere für euch die aktuellsten Après-Ski-Hits und stelle euch die... Mehr erfahren

aktualisiert am Apr 4, 2019

Noch bis Sonntag, den 28. April 2019, laufen in St. Anton am Arlberg die Lifte. Das fulminante Saisonfinale findet jedoch bereits eine Woche vorher am 21. April statt: Beim Kultskirennen „Der weiße Rausch“ gehen die Teilnehmer jedes Jahr an ihre sportlichen Grenzen. Der Spaß bleibt beim legendären Event aber trotzdem nicht auf der Strecke.

Ausnahmezustand in St. Anton

Start auf der Valluga. Die Teilnehmer machen sich bereit für die neun Kilometer lange Abfahrt des "weißen Rausch".
© TVB St. Anton am Arlberg/Fotograf Josef Mallaun Start auf der Valluga. Die Teilnehmer machen sich bereit für die neun Kilometer lange Abfahrt des "weißen Rausch".

Jedes Jahr zieht das alpine Skirennen „Der weiße Rausch“ tausende Wintersportler aus der ganzen Welt nach St. Anton am Arlberg. Wenn am Sonntag, den 21. April 2019, bereits tagsüber auffällig viele Skifahrer in Rennanzügen unterwegs sind, weiß man: heute ist es wieder soweit. Um 17 Uhr begeben sich dann 555 Skifahrer, Snowboarder und Telemarker an den Massenstart am Vallugagrat.

Mitmachen kann beim „weißen Rausch“ grundsätzlich jeder, jedoch erfordert die unpräparierte, neun Kilometer lange Abfahrt einiges an Geschicklichkeit und skifahrerischem Können. Bereits beim Massenstart kann die richtige Position entscheidende Sekunden bringen. Am „Schmerzensberg“, einem rund 150 Meter langen Zwischenauftstieg, ist dann Kräfteeinteilung gefragt: Wer zu schnell hoch hastet, dem geht oben die Kondition aus und wer ihn zu entspannt angeht, fällt weit zurück.

Rekordjagd oder „Hauptsache im Ziel“

Die einen jagen nach der Bestzeit, für die anderen zählt nur das Dabeisein. Aber alle kämpfen beim "weißen Rausch" mit den Tücken der unpräparierten Piste.
© TVB St. Anton am Arlberg/Josef Mallaun Die einen jagen nach der Bestzeit, für die anderen zählt nur das Dabeisein. Aber alle kämpfen beim "weißen Rausch" mit den Tücken der unpräparierten Piste.

Mit einer Gesamtzeit von acht Minuten und 14 Sekunden stellte Paul Schwarzacher 2011 die aktuelle Rekordzeit beim „weißen Rausch“ auf, die es seitdem zu schlagen gilt. Als guter Durchschnitt gilt eine Rennzeit zwischen elf und 18 Minuten. Unter den Siegern der einzelnen Startgruppen (Ski Alpin, Snowboard, Telemark, Kurzski bis 100cm und Monoski) werden insgesamt 1.900 Euro Preisgeld ausgelobt. Die ersten drei der Gruppenwertung erhalten jeweils einen Pokal.

Gegen Ende des Rennens spielt die Zeit aber häufig eine eher untergeordnete Rolle, denn für manche Teilnehmer stehen ohnehin nicht die Bestzeit, sondern der Spaß im Vordergrund. Dies erkennt man unschwer an den schrillen Outfits derer, die erst nach einer guten halben Stunde gemütlich ins Ziel einfahren.

Sportliche Wettkämpfe am Arlberg 2019

Beim Arlberger Bike Marathon im August entscheidet sich, wer als Sieger im Alpin-Dreikampf "Arlberg Adler" hervorgeht.
© TVB St. Anton am Arlberg Beim Arlberger Bike Marathon im August entscheidet sich, wer als Sieger im Alpin-Dreikampf "Arlberg Adler" hervorgeht.

Übrigens ist „der weiße Rausch“ eine Disziplin des Alpin-Thriathlons „Der ARLBERG Adler“. Wer vom sportlichen Wettkampf noch nicht genug hat und sich im Spätsommer 2018 die begehrte Sieger-Trophäe holen will, der muss auch beim Halbmarathon Arlberger Jakobilauf am 27. Juli sowie beim Arlberger Bike Marathon am 24. August Vollgas geben.

An denselben Austragungstagen findet jeweils auch die entschärfte Version des Alpin-Triathlons statt, das „Murmel vom Arlberg“. Kids zwischen 11 und 16 Jahren können sich bei der Mini-Ausgabe des „weißen Rausch“ am 21. April oberhalb der Sennhütte in St. Anton ebenfalls miteinander messen.

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