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Richtig Buckelpiste fahren: Leichter als gedacht

Seit Herbst 2018 darf ich mich als glückliches Mitglied des Skigebiete-Test-Teams bezeichnen. In erster Linie bin ich für euch in den verschiedensten Skigebieten unterwegs, um die Gegebenheiten vor Ort zu testen und das für unsere Berichterstattungen nötige Bild- und Videomaterial zu sammeln. Im Nachgang schreibe ich die Reise- und Testberichte. Man kann sagen, dieser Job ist mir wie auf den... Mehr erfahren

aktualisiert am Mar 9, 2020

Elegant und unbeschwert eine Buckelpiste hinunter fahren, ist der Wunsch vieler Skifahrer. Doch die Kombination aus Technik, Koordination und Schnelligkeit ist eine große Herausforderung. Mit unseren Tipps werdet ihr schon bald zum Buckelpisten-Meister!

Die Vorbereitung

Vor der Buckelpiste müssen Knie und Rumpf unbedingt aufgewärmt werden.
© Skigebiete-Test Vor der Buckelpiste müssen Knie und Rumpf unbedingt aufgewärmt werden.

Buckelpisten gehört zu den anspruchvollsten und anstrengendsten Untergründen. Da keine Buckelpiste der anderen gleicht, müssen Skifahrer stets flexibel auf die jeweiligen Bedingungen reagieren. Das setzt ein hohes Maß an Beweglichkeit voraus.

Körperspannung, eine stabile Rumpfmuskulatur und Kraft in den Oberschenkeln sind wichtige Eigenschaften für Buckelpistenfahrer.

Dazu sollte man bereits vor der Skisaison gezielt die entsprechenden Muskelgruppen trainieren. Seilspringen ist eine gute Möglichkeit, um den ganzen Körper fit zu machen. Ausdauerndes Radfahren und Übungen an der Beinpresse stärken zudem die Beinmuskulatur

Mindestens genauso wichtig wie eine gute Vorbereitung ist das Aufwärmen vor dem Skifahren. Besonders beim Buckelpiste fahren werden Muskeln und Gelenke enorm beansprucht. Wir haben für dich hier fünf Aufwärmübungen für die Piste zusammengestellt:

 >> Zum Aufwärm-Video!

Langsames Herantasten

Ein ruhiger Blick von oben ins Gelände ist in jedem Fall empfehlenswert.
© Skigebiete-Test Ein ruhiger Blick von oben ins Gelände ist in jedem Fall empfehlenswert.

Doch auch wer körperlich fit ist, sollte sich nicht gleich in die steilste Buckelpiste stürzen, sondern erst bei einfachen Pistenverhältnissen und langsamer Geschwindigkeit die richtige Technik aneignen.

So empfiehlt es sich, dass man erst auf der normalen Piste extrem enge Schwünge fährt, um sich an den kurzen Rhythmus in der Buckelpiste zu gewöhnen. Danach macht es Sinn, sich in etwas welligeres Gelände zu wagen und hier zu versuchen, die Balance zu halten.

In der Ruhe liegt die Kraft:

Da der Platz in einer anspruchsvollen Buckelpiste sehr begrenzt ist, sollte man nicht sofort losfahren, sondern sich unbedingt von oben erst in Ruhe das Gelände anschauen und "seine" Linie wählen.

Entscheidend zu Beginn ist die Tempokontrolle. Es ist enorm wichtig, die ersten Schwünge in der Buckelpiste bewusst langsam zu fahren. Zudem müsst ihr immer vorausschauend fahren, denn man tut sich viel leichter, wenn man die nächsten Buckel schon im Blick hat.

Die richtige Position

Während der gesamten Fahrt sollte der Körperschwerpunkt immer zentral über dem Ski liegen. Nur so hat man die nötige Kontrolle und Balance in und auf den Buckeln.

Bewegliche Beine sind das A und O:

Die Beine sind während der ganzen Fahrt maximal beweglich, sprich Sprung-, Knie- und Hüftgelenk arbeiten permanent, um den Kontakt zum Schnee zu halten. Dabei ist auf eine enge Skiführung zu achten.

Der Oberkörper und die Arme hingegen bleiben so ruhig wie möglich. Nur wer den Oberkörper aufrecht hält und anspannt, erreicht maximale Mobilität in den Beinen.

Die Technik in der Praxis

Hier handelt es sich um eine Buckelpiste mit relativ einfachem Schwierigkeitsgrad.
© Skigebiete-Test Hier handelt es sich um eine Buckelpiste mit relativ einfachem Schwierigkeitsgrad.

Die Technik richtet sich immer nach dem Schwierigkeitsgrad der Buckelpiste.

Kleine bis mittlere Buckel:

In diesem Fall versucht man, die Buckel zu umfahren. Sollte ein Ausweichen nicht mehr möglich sein, sind beim Auffahren des Buckels die Beine anzuziehen und nach dem Buckel wieder zu strecken.

Hohe bis sehr hohe Buckel:

Schwierige Buckelpisten erfordern ein hohes Maß an technischem Können, da sie kaum Platz für eine eigene Linie bieten. Bei hohen Buckeln findet der Kurvenwechsel auf dem Buckel statt. So werden die Beine bei der Kurvensteuerung gestreckt und zum Kurvenwechsel aktiv in Richtung Oberkörper gezogen. Diese Technik wird "Umkehrtechnik" genannt, da sie genau entgegengesetzt zur Technik auf flachen Pisten ist.

Allgemeine Tipps

In die Buckelpiste sollte man sich nur gestärkt wagen.
© Skigebiete-Test In die Buckelpiste sollte man sich nur gestärkt wagen.

Information:

Um keine bösen Überraschungen zu erleben, sollte man sich vorher immer genau informieren, mit welcher Buckelpiste man es zu tun hat. Steilheit, Länge und Beschaffenheit der Buckel spielen dabei eine wichtige Rolle.

Die Rolle der Arme und des Bauches:

Die Hände sollten zu jeder Zeit aus dem Augenwinkel vor dem Körper sichtbar sein, um stets flexibel reagieren zu können. Eine bewusste Anspannung des Bauches fördert die Muskelspannung im Oberkörper und führt damit gleichzeitig zu einer erhöhten Beweglichkeit der Beine.

Pausen einlegen:

Da Buckelpisten fahren enorm viel Kraft kostet, ist es wichtig, ausreichend Pausen einzulegen. Lieber etwas öfter wieder Kraft tanken bevor man Stürze und damit Verletzungen riskiert.

Auf die Buckel einlassen:

Timing und Rhythmus sind in der Buckelpiste zwei wichtige Faktoren. Um beides so gut wie möglich umzusetzen, muss man sich auf die Buckel einlassen - denn sie geben stets den Takt vor - der Fahrer reagiert nur.

Mit diesen Tipps und ein bisschen Übung werdet ihr bestimmt bald viel Spaß haben, wenn euch die Buckel ins Tal tragen.

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