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Neue Spieljochbahn in Fügen im Hochzillertal

Ein Leben ohne Sport kann ich mir nicht vorstellen: Mit fünf Jahren stand ich am Stubaier Gletscher zum ersten Mal auf den Ski. Seitdem ist kein Skigebiet mehr vor mir sicher. Egal ob in den Alpen oder in den Rocky Mountains, in über 200 Skigebieten war ich schon auf der Piste – und jedes Jahr kommen zahlreiche neue Skigebiete hinzu.

Auch im Sommer bin ich ständig in den Bergen... Mehr erfahren

aktualisiert am Sep 17, 2020

Ganz schön viel los ist aktuell im Skigebiet Fügen-Spieljoch im Hochzillertal. Seit Ende der Wintersaison 2016/2017 wird hier die neue Spieljochbahn gebaut – eine moderne 10er-Einseil-Umlaufbahn inklusive neuer Berg-, Mittel- und Talstation. Rund 40 Millionen Euro investiert die Schultz Gruppe in die Modernisierung. Die Bauarbeiten schreiten zügig voran. Bereits zur Wintersaison 2017/2018 soll die neue Spieljochbahn in Betrieb gehen.

Ausgefallene Architektur

So soll die neue Talstation der Spieljochbahn in Zukunft aussehen. Die Fassade soll aus Holz- und Glaselementen bestehen.
© Schultz Gruppe So soll die neue Talstation der Spieljochbahn in Zukunft aussehen. Die Fassade soll aus Holz- und Glaselementen bestehen.

Besucher des Skigebiets Fügen-Spieljoch dürfen sich auf moderne Architektur freuen. Die neue Talstation punktet mit einer gelungenen Kombination aus Holz- und Glasfassade. In der Talstation war ursprünglich eine große Après-Ski-Bar geplant, diese Idee wurde allerdings verworfen. Jetzt wird es dort ein geräumiges und gut sortiertes Sportgeschäft sowie eine gemütliche Lounge geben.

Die bestehende Herzalm muss dem Neubau komplett weichen. Zudem werden die Parkplätze vor der Talstation großzügiger und praktischer gestaltet. Ein weiteres komfortables Extra: Die Talabfahrt wird im unteren Teil in Zukunft durch einen Tunnel führen, der aktuell neu gebaut wird, so dass Skifahrer die Straße nicht mehr überqueren müssen. Top!

Auch die Bergstation wird komplett neu gebaut. Sie wird sich von der Architektur her an das Design der Talstation anlehnen. Die Mittelstation wird aufwendig modernisiert. Im Zuge des Neubaus der Spieljochbahn wird zudem in eine neue Beschneiungsanlage und in einen neuen Speicherteich investiert.

Modernste Technik

Bei der neuen Spieljochbahn kommen erstmals die neuen Diamond EVO Kabinen von Leitner zum Einsatz.
© Schultz Gruppe Bei der neuen Spieljochbahn kommen erstmals die neuen Diamond EVO Kabinen von Leitner zum Einsatz.

Die neue 10er-Einseil-Umlaufbahn am Spieljoch wird die bestehende Kabinenbahn ersetzen und über zwei Sektionen mit einem gemeinsamen Antrieb in der Zwischenstation geführt werden. Die mit Leitner DirectDrive ausgestattete Anlage verspricht mehr Komfort, schnellere Fahrten und eine höhere Förderleistung. Die Daten & Fakten der neuen 10-EUB-Spieljochbahn im Überblick:

Daten & Fakten: 10-EUB-Spieljochbahn
Länge:3.887 Meter
Höhendifferenz:1.212 Meter
Geschwindigkeit:6 Meter pro Sekunde
Förderkapazität:3.000 Personen pro Stunde
Anzahl Kabinen:132
Anzahl Stützen:27


Baugleich, jedoch nur auf einer Sektion, ist im Skigebiet Fügen-Spieljoch für die Wintersaison 2018/2019 auch der Neubau der Onkeljochbahn geplant, der die bestehende 3er-Sesselbahn ersetzen soll.

Diamond EVO Kabinen

Bei der neuen Spieljochbahn kommen erstmals die neuen Diamond EVO Kabinen von Leitner zum Einsatz. Die von der italienischen Designschmiede Pininfarina gestalteten 10er-Gondeln überzeugen nicht nur mit ihrer Optik, sondern stecken auch voller moderner Technik. Der neue Hauptrahmen und das Außenprofil sind an das Pininfarina-Design der beliebten Leitner-Symphony-Kabine angelehnt.

Merkmale der neuen Diamond EVO sind dabei die flacheren Tragstrukturen sowie die Möglichkeit, die Außenbeleuchtung (Konturbeleuchtung) mit den in den Tragprofilen integrierten LED-Streifen auszustatten. Zudem sind die Stoßfänger dezenter gestaltet und mit praktischen Handgriffen für das manuelle Verschieben versehen.

Verbindung vom Spieljoch ins Hochzillertal

Die Schultz Gruppe plant zur Wintersaison 2019/2020 eine gigantische Peak-to-Peak-Seilbahn vom Riederer Wetterkreuz bis zum Onkeljoch.
© Schultz Gruppe Die Schultz Gruppe plant zur Wintersaison 2019/2020 eine gigantische Peak-to-Peak-Seilbahn vom Riederer Wetterkreuz bis zum Onkeljoch.

Die Schultz Gruppe hat 2016 das Skigebiet Fügen-Spieljoch und damit die Spieljochbahn übernommen. Bereits mit der Übernahme begannen die Pläne für die Modernisierung des Skigebiets. Der Neubau der Spieljochbahn zur Saison 2017/2018 ist dabei der erste Schritt. Der zweite Schritt folgt mit dem Neubau der Onkeljochbahn zur Wintersaison 2018/2019. Die ganz große Vision ist allerdings die Verbindung des Spieljochs mit dem Skigebiet Hochzillertal-Kaltenbach mit einer Peak-to-Peak-Seilbahn. Dieses Mega-Projekt soll nach den Vorstellungen der Schultz Gruppe zur Wintersaison 2019/2020 umgesetzt werden.

Geplant ist eine gigantische 3S-Umlaufbahn vom Onkeljoch im Skigebiet Fügen-Spieljoch hinüber zum Riederer Wetterkreuz im Skigebiet Hochzillertal-Kaltenbach. Spekulationen zufolge sollen die Gondeln bis zu 1.000 Meter über dem Boden schweben. Das Skigebiet Fügen-Spieljoch liegt aktuell etwas abgeschnitten von den anderen Skigebieten im Hochzillertal, ist von diesen nur über einen kostenlosen Shuttelbus von Hochfügen aus erreichbar. Mit der Peak-to-Peak-Gondel würde das der Vergangenheit angehören. Dann würden Skifahrern in der Skiregion Hochzillertal über 100 zusammenhängende Pistenkilometer zur Verfügung stehen.

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Forum und Usermeinungen

Eddieam 29.09.2017
Beim "Peak-to.Peak" habt ihr, glaube ich, den falschen Gipfel gezeigt. Schaut mal, wo das Riederer Wetterkreuz liegt.
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