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"Top Quality Skiing" schon im November

Der frühe Wintereinbruch hat auch in Obergurgl/Hochgurgl für einen tollen Saisonstart gesorgt. Einen Nachteil hat der viele Schnee im November für die Ötztaler allerdings. Obergurgl/ Hochgurgl kann in dieser Saison nicht damit werben, das erste Nicht-Gletscherskigebiet in den Alpen zu sein, das in die Saison gestartet ist. Attila Scheiber, der gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Alban das Skigebiet leitet, lassen solche Diskussionen völlig kalt. Aus gutem Grund. Schließlich können sich die Scheibers sicher sein, dass in Hochgurgl und in Obergurgl nicht nur ausnahmsweise, sondern regelmäßig Mitte November der Liftbetrieb beginnt. Selbst dann, wenn wie im vergangenen Jahr der Schnee andernorts mal wieder auf sich warten lässt und Klimaexperten das nahende Ende des Wintersports prophezeien. „Wo andere Skiorte aufhören, fängt es bei uns erst richtig an“, triumphiert Attila Scheiber stolz. Schließlich erstreckt sich "sein" Skigebiet von 1.800 bis auf 3.080 Meter. „Mit einer Beschneiung von 95 Prozent der Pisten und unserer Höhenlage ist es uns bis heute immer gelungen, unseren Saisonstart-Termin einzuhalten.“

Tolle Bedingungen zum Saisonstart

Bei unserem Besuch beim Saisonstart im hinteren Ötztal sind die Bedingungen ganz besonders gut. Zu den tollen Pistenverhältnissen kommen strahlender Sonnenschein und knackige Minustemperaturen von bis zu 20 Grad unter Null. Insgesamt erstreckt sich das Pistenangebot auf über 110 Kilometer, davon 35 Kilometer leicht, 55 Kilometer mittel und 20 Kilometer schwer. Das Gebiet gilt als sehr abwechslungsreich, was wir nach unserem Besuch nur bestätigen können. Eher leicht geneigte Abfahrten wechseln sich mit echten Herausforderungen ab. Somit ist das Gebiet für Anfänger wie Könner gleichermaßen geeignet. Anfänger üben meist am Gaisberg-, Übungs- und Mahdstuhllift. Am Festkogl in Obergurgl und auf der Abfahrt Schermerspitze in Hochgurgl gibt es mittelschwere Abfahrten. Könner fordert die steile Piste von der Hohen Mut in Obergurgl und die Buckelpiste am Top-Wurmkogl II in Hochgurgl. Mit einem bunten Eröffnungsprogramm wird noch bis zum 1. Dezember Saisoneröffnung gefeiert. Unter anderem bietet der „Cirque des montagnes“ Artistik vom Feinsten.  

Jede Menge Natur- und Kunstschnee

Die ausgezeichneten Pistenverhältnisse verdankt man in Obergurgl/Hochgurgl nicht nur den frühen Naturschneefällen. Zu dem einem Meter Naturschnee, die bereits jetzt in Gipfellagen liegen, kommt eine leistungsstarke Schneeanlage. Die ist trotz der Höhenlage des Gebietes wichtig: "Mit Naturschnee ist das Ötztal normalerweise nicht allzu sehr gesegnet, dafür aber mit vielen Sonnenstunden“, beschreibt Peter Falkner, Geschäftsführer der Liftgesellschaft Obergurgl, die klimatischen Begebenheiten. Das Ötztal liegt in einer sogenannten inneralpinen Trockenzone.

Drei neue Gondelbahnen zum Saisonstart

Um dem Slogan „Top Quality Skiing“ auch weiterhin gerecht zu werden, hat man in Obergurgl/Hochgurgl in diesen Winter rund 45 Millionen Euro in Liftanlagen und Infrastruktur investiert. Die neue Top Schermerbahn 3000 in Hochgurgl verfügt über beheizte Gondeln. Mit der Gaisbergbahn und der Hohe-Mut-Bahn kommen in Obergurgl zwei weitere Achter Gondelbahnen hinzu. Die legendäre Hohe Mut und seine schwarze Buckelpiste ist somit nun ebenfalls mit einer topmodernen Anlage erreichbar. Der alte Einersessellift wurde im Frühjahr abgebaut. Hinzu kommt das neue Bergrestaurant Hohe Mut Alm mit Restaurant für 200 Personen. Auf der Hohen Mut soll auf 2.670 Metern auch die höchst gelegene Galerie der Alpen entstehen. „Wir wollen Kunst und Schnee miteinander verbinden“, sagt Bergbahnchef Peter Falkner, der die Werke von renommierten Künstlern ausstellen will.

Exklusivität statt Massentourismus

Die große Party steigt weiter unten im Tal in Sölden. In Obergugrl und Hochgurgl hat man es gerne etwas gediegener: „Wir legen großen Wert auf Exklusivität und möchten keinen Massentourismus. Unsere Gäste sollen sich ohne Wartezeiten auf freien Pisten wohl fühlen“, beschreibt Attila Scheiber die Philosophie des Gebietes. Unter den 92 Hotels, Pensionen und Appartements sind ein Fünf-Sterne- und 20 Vier Sterne-Hotels. In denen herrscht bis zum Saisonende am 27. April nun über fünf Monate Hochbetrieb. Die Urlauber werden es deutlich entspannter angehen als Christian Flühr. Der Weltrekordler im Dauerskifahren will ab 11. Januar in Obergurgl eine neue Bestleistung aufstellen. Sein bisheriger Rekord steht bei 242 Stunden und 42 Minuten. Diesmal sollen es 264 Stunden, sprich elf Tage, werden.

Text:

Bastian Kneissl

Fotos:

Bastian Kneissl (2), TVB Obergurgl (1)

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