Forum Oberstdorf Nebelhorn
Thema: Allgemeines
Die Auffahrt mit den Gondeln und das Umsteigen ist erträglich, der Preis von 36,50 plus 3 € Parkgebühr schon ziemlich viel.
Aber für einen Tagesausflug ist es ok.
Zweischneidig!
Ich war jetzt das zweite Mal am Nebelhorn. Tatsächlich ist dieses Skigebiet mit vielen Ausrufezeichen aber auch mit vielen Fragezeichen behaftet. Der stolze Preis von 34,50 Euro sowie die unfassbare Abzocke bei der Parkplatzsituation lassen diese Skigebiet erst mal sehr negativ erscheinen. Zumal faktisch erstmal „nur“ 15 km Piste für diesen stolzen Preise zur Verfügung stehen. Hier muss man ganz klar sagen, dieser Preis ist im Vergleich zu Skigebieten die sich ebenfalls in der Nähe befinden sehr befremdlich, denn von den reinen Pistenkilometern spielen diese in der gleichen Liga.
Zum Skigebiet: landschaftlich mit das schönste was Deutschland zu bieten hat. Das Gebiet ist aus meiner Sicht als ehr sportlicher Skifahrer, auf Grund seiner Größe maximal für einen Tag geeignet. Die Gipfelabfahrt vom Nebelhorn, mit beachtlichem Gefälle, ist sehr ansprechend. Leider etwas zu kurz in Gänze, denn dadurch dass man danach wieder in die eine kleine Seilbahn muss, hat man das Gefühl sehr viel Zeit im Lift zu verbringen. Die beiden Sessellifte am Plateau erschließen ebenfalls zwei durchaus schöne, aber leider auch wieder relativ kurze Abfahrten. Diese Sessellifte zeichnen sich aber vor allem auch daraus aus, dass sie sehr langsam erscheinen. Man hat anfänglich in diesem Gebiet das Gefühl sehr viel zu liften und wenig Ski zu fahren. Man hat zwar die Möglichkeit z.B. vom Gipfel zur Seealpe zu fahren, falls man eine längere Abfahrt fahren will, danach ist aber wieder eine lange Seilbahnfahrt mit umsteigen von Nöten. Ein Vorteil des Nebelhorns ist, wenn man sich einmal auf dem Plateau befindet, verläuft sich der Auflauf der Menschen dort oben. An der Talstation kann es zwar zu langen Wartezeiten kommen, oben ist dies dann aber in der Regel alles im besten Bereich. Die Talabfahrt ist nicht schlecht, gerade von der Länge her, aber man sollte sich taktisch überlegen, wann man dies Möglichkeit nutzt, um nicht im Anschluss unten wieder in der Schlange zu stehen, mit den Menschen die erstmalig ins Skigebiet wollen. Zumal man 500 m die Skier nach der Abfahrt in die Talstation tragen muss, ein Umstand der mich persönlich nicht stört, aber der bei mehrmaligen fahren durchaus nervig sein kann.
Fazit: Das Gebiet ist zweischneidig. Wenn man bedenkt was man zum Beispiel bei andern Gebieten (auch in Deutschland z.B. Garmisch) für sein Geld bekommt, oder um die Ecke im Allgäu weniger bezahlen muss, um faktisch ähnliches zu bekommen, sollte man sich gut überlegen ob man sich dies Abzocke schon beim Parken antun sollte. Ich als ehr sportlicher Skifahrer, werde da sicher mal wieder hinfahren, aber die erste Wahl wird es nie sein. Nicht unter diesen Voraussetzungen.
Kandahar und Co. in Garmisch Classic haben da einiges mehr zu bieten fürs gleiche Geld. Und sportlich betrachtet ist das Nebelhorn nicht in einer Liga mit andern Skigebieten dieser Preisklasse.
Wir (meine Familie und ich) haben nun auch einmal „das Höchste“ Skigebiet im Allgäu getestet. Dabei kann ich den hier beschriebenen Kritikpunkten nicht zustimmen. Wir waren schon um halb neun an der Bahn und es gab keine Wartezeiten. Während der Gondelfahrt haben wir die Aussicht genossen, da verging die Zeit wie im Fluge! Das Wetter war traumhaft und oben am Gipfel angekommen mussten wir erst einmal eine Viertelstunde oben stehen bleiben, um Fotos zu machen und das Panorama zu genießen!
Der Blick entschädigt voll und ganz das Umsteigen bei den Gondeln. Die Pisten waren bei uns in einem super Zustand, die Talabfahrt ist super schön und lang. Der Fußweg vom Ende der Talabfahrt bis zur Bahn kann größtenteils mit den Skiern zurückgelegt werden, man muss nur eine Straße überqueren, die Skier wieder anschnallen und ganz unten wieder eine Straße überqueren.
Also ich kann verstehen, dass lange Anstehzeiten nervig sind. Ich glaube allerdings, dass wenn man sich früh genug auf den Weg macht und nicht gerade zu den Kernzeiten die Talabfahrt antritt, nicht lange anstehen muss. Die Skipasspreise gehen absolut in Ordnung, außerdem nimmt ja niemand an, dass man während eines Tages in ein anderes Skigebiet wechselt, das 15 km entfernt ist.
Wir kommen sicher wieder!
Getreu nach dem Motto des Oberstdorfer Skigebiets haben wir hier nicht "Das Höchste",
sondern eher "Das Letzte" vorgefunden.
Nachdem wir für den Parkplatz bereits 6€ (3€ gibts beim Kauf einer Liftkarte zurück) bezahlt
hatten, wurden uns für nicht mal 13km Piste stolze 34,50€ pro Erwachsener abgeknöpft.
Mein Sohn (14J, Grösse 1,50m) hatte mal wieder seinen Ausweis vergessen und musste
daher auf seinen Kinderausweis 13,50€ draufzahlen, da man Ihn gnädigerweise nur als
Jugendlichen und nicht als Erwachsenen ansah.
Die vorgelegte Gästekarte reichte als Nachweis nicht aus!
Nach zweimaligem Umsteigen und Treppensteigen erreichten wir nach 1 1/2 Stunden
mit Seilbahnen, die ich eher im Deutschen Museum erwartet hätte, den Gipfel.
Nachdem wir dann die zweifellos sehr schönen und gut gepflegten Pisten genossen hatten,
wagten wir uns an die Talabfahrt.
Dort erwartete uns nach ca. 500m Fussweg eine riesige Menschentraube vor dem Liftgebäude.
Unsere Idee, mit dem Skibus zur Kanzelwand zu fahren konnten wir auch nicht verwirklichen,
da die Tageskarte nur für das Nebelhorn gültig ist.
Nach weiteren 1 1/2 Stunden erreichten wir dann wieder das Skigebiet. Die letzte Gondel
haben wir uns ausgespart.
Wenn ich mir überlege, das ich für diesen Preis in Mayrhofen oder Serfaus über 160km
Piste mit modernen Liftanlagen ohne Wartezeiten bekomme, kann ich nur sagen:
"Finger weg vom Nebelhorn"!