Forum La Grave
Thema: 2100 Meter freier Fall
Verfasst am: 19.04.2012 16:12:04
Max Schneider:
Gute Beschreibung, allerdings unangebrachte Aussagen bezüglich der Eignung für Snowboardfahrer! Es gibt zu Hauf extrem-Snowboarder, die mit Schneeschuhen oder Splitboards, Kletterausrüstung und Eisäxten alle möglichen Arten von Touren gehen, und diese fühlen sich in La Grave auf den Steilhängen mehr als wohl. Snowboarden mit blauen Pisten und Park gleichzusetzen ist etwas ignorant und billig. Kann nur aus eigener Erfahrung sprechen, dieses Gebiet ebenso zum Snowboarden wie zum Skifahren geeignet, das entsprechende Niveau vorausgesetzt (und an Powdertagen schaut der ein oder andere Skifahrer den 'surfenden' Kollegen neidisch hinterher).
Zu den Schlechtwettertips: Die untere Sektion befindet sich komplett im Wald, dort kann man auch bei wenig Sicht großen Spaß haben. 2Alpes und Alpe d'Huez sind bei schlechter Sicht absolut ungeeignet, da es keinen/kaum Wald gibt und so jeglicher Kontrast fehlt. Die beste Schlechtwetteralternative ist Serre Chevalier mit großartigen Waldhängen, entfernung etwa 45 Minuten über den Col de Lautaret. Après Ski ist vorhanden, aber eben avangardistisch, Extremskifahrer-dominiert, ohne pöbelnde Party-DeutscheHolländer/Engländer.
Gute Beschreibung, allerdings unangebrachte Aussagen bezüglich der Eignung für Snowboardfahrer! Es gibt zu Hauf extrem-Snowboarder, die mit Schneeschuhen oder Splitboards, Kletterausrüstung und Eisäxten alle möglichen Arten von Touren gehen, und diese fühlen sich in La Grave auf den Steilhängen mehr als wohl. Snowboarden mit blauen Pisten und Park gleichzusetzen ist etwas ignorant und billig. Kann nur aus eigener Erfahrung sprechen, dieses Gebiet ebenso zum Snowboarden wie zum Skifahren geeignet, das entsprechende Niveau vorausgesetzt (und an Powdertagen schaut der ein oder andere Skifahrer den 'surfenden' Kollegen neidisch hinterher).
Zu den Schlechtwettertips: Die untere Sektion befindet sich komplett im Wald, dort kann man auch bei wenig Sicht großen Spaß haben. 2Alpes und Alpe d'Huez sind bei schlechter Sicht absolut ungeeignet, da es keinen/kaum Wald gibt und so jeglicher Kontrast fehlt. Die beste Schlechtwetteralternative ist Serre Chevalier mit großartigen Waldhängen, entfernung etwa 45 Minuten über den Col de Lautaret. Après Ski ist vorhanden, aber eben avangardistisch, Extremskifahrer-dominiert, ohne pöbelnde Party-DeutscheHolländer/Engländer.
Verfasst am: 24.03.2012 10:12:25
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danke max,
wir waren schon immer auf der suche nach so etwas,
deine beschreibung trifft den punkt,
wir werden an dich denken
the first ride will be for you
danke
ss (usa)
hh (germany)
.
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danke max,
wir waren schon immer auf der suche nach so etwas,
deine beschreibung trifft den punkt,
wir werden an dich denken
the first ride will be for you
danke
ss (usa)
hh (germany)
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Verfasst am: 18.01.2010 17:44:51
Das Skigebiet La Grave besteht aus einer einfachen, alten Kabinenbahn und einem Schlepplift auf dem Gletscher.
Also langweilig?
Nein, denn dazu kommen über 2000 Höhenmeter *ohne* (präparierte) Piste. Man kommt oben an und "muss" (besser: darf) sich seinen Weg nach unten bahnen. Richtig gelesen, es gibt keine Piste per se, nur über 2000 Höhenmeter steile Wand, die vom Gletscher mit Tiefschnee bis zum eventuell vereisten Wald alles beinhaltet. Nochmal: Es gibt keine Piste, keine Pistenbullys, keine Schneekanonen und keine Skihütten mit Anton aus Tirol. Es gibt, ab und zu, Warnungen vor Gletscherspalten und steil abfallenden Felswänden.
Ein absolutes Schmankerl, aber nur für echte Profis!
La Grave ist eindeutig nichts für Anfänger und Familien, nichts für Partylöwen, auch nichts für Fortgeschrittene, und eigentlich auch nichts für Snowboarder. La Grave ist was für die Leute denen es auf der schwarzen Piste zu langweilig ist und die sich dort runterstürzen wo es keine schwarze Piste gibt weil das dort zu steil für eine schwarze Piste ist - und Spaß dabei haben. La Grave ist für die Leute die glauben blaue und rote Pisten seien nur dazu da dorthin zu kommen "wo es Spaß macht" - nämlich zu den Schwarzen Pisten bzw. dorthin wo sich bisher niemand getraut hat eine schwarze Piste anzulegen weil es dort zu steil/eng/etc ist. La Grave ist für die Leute die in anderen Orten die Spuren anlegen von denen man glaubt es sei unmöglich dort herunterzufahren. La Grave ist für die Leute die zwischen den Liftmasten herunterfahren weil es dort am steilsten und schwierigsten ist. La Grave ist für die Leute die Val Thorens/Les Trois Vallées "ganz nett" finden aber eine neue Herausforderung suchen. La Grave ist für die Leute für die nur eines bei der Wahl ihres Skigebietes zählt: Der Berg. Nicht die Lifte, der Après Ski oder die Familien- oder Snowboarderfreundlichkeit (=Synonyme für "flach" und "wenig Schnee" bzw. "präparierte Pisten").
Da der Ort sehr klein ist und der Lift eine geringe Kapazität aufweist und es keine Piste gibt verläuft es sich sehr schnell. Durch die individuelle Routenwahl ist man sehr schnell allein unterwegs.
Après Ski dürfte nicht existent sein, aber wer will schon saufen wenn es morgen wieder 2000 Höhenmeter Tiefschnee zu bewältigen gibt.
Der einzige Nachteil dürfte sein dass man bei schlechtem Wetter nicht sehr viele Alternativen hat (es gibt keine Pisten im Tal und auch nichts im Ort), außer sich ins Auto zu setzen und in Les Deux Alpes oder Alpe D\'Huez Skifahren zu gehen. Man kann Les Deux Alpes auch mit einer kleinen Wanderung über den Gletscher auf 3500 Metern Höhe erreichen - aber nur bei Kaiserwetter.
Also langweilig?
Nein, denn dazu kommen über 2000 Höhenmeter *ohne* (präparierte) Piste. Man kommt oben an und "muss" (besser: darf) sich seinen Weg nach unten bahnen. Richtig gelesen, es gibt keine Piste per se, nur über 2000 Höhenmeter steile Wand, die vom Gletscher mit Tiefschnee bis zum eventuell vereisten Wald alles beinhaltet. Nochmal: Es gibt keine Piste, keine Pistenbullys, keine Schneekanonen und keine Skihütten mit Anton aus Tirol. Es gibt, ab und zu, Warnungen vor Gletscherspalten und steil abfallenden Felswänden.
Ein absolutes Schmankerl, aber nur für echte Profis!
La Grave ist eindeutig nichts für Anfänger und Familien, nichts für Partylöwen, auch nichts für Fortgeschrittene, und eigentlich auch nichts für Snowboarder. La Grave ist was für die Leute denen es auf der schwarzen Piste zu langweilig ist und die sich dort runterstürzen wo es keine schwarze Piste gibt weil das dort zu steil für eine schwarze Piste ist - und Spaß dabei haben. La Grave ist für die Leute die glauben blaue und rote Pisten seien nur dazu da dorthin zu kommen "wo es Spaß macht" - nämlich zu den Schwarzen Pisten bzw. dorthin wo sich bisher niemand getraut hat eine schwarze Piste anzulegen weil es dort zu steil/eng/etc ist. La Grave ist für die Leute die in anderen Orten die Spuren anlegen von denen man glaubt es sei unmöglich dort herunterzufahren. La Grave ist für die Leute die zwischen den Liftmasten herunterfahren weil es dort am steilsten und schwierigsten ist. La Grave ist für die Leute die Val Thorens/Les Trois Vallées "ganz nett" finden aber eine neue Herausforderung suchen. La Grave ist für die Leute für die nur eines bei der Wahl ihres Skigebietes zählt: Der Berg. Nicht die Lifte, der Après Ski oder die Familien- oder Snowboarderfreundlichkeit (=Synonyme für "flach" und "wenig Schnee" bzw. "präparierte Pisten").
Da der Ort sehr klein ist und der Lift eine geringe Kapazität aufweist und es keine Piste gibt verläuft es sich sehr schnell. Durch die individuelle Routenwahl ist man sehr schnell allein unterwegs.
Après Ski dürfte nicht existent sein, aber wer will schon saufen wenn es morgen wieder 2000 Höhenmeter Tiefschnee zu bewältigen gibt.
Der einzige Nachteil dürfte sein dass man bei schlechtem Wetter nicht sehr viele Alternativen hat (es gibt keine Pisten im Tal und auch nichts im Ort), außer sich ins Auto zu setzen und in Les Deux Alpes oder Alpe D\'Huez Skifahren zu gehen. Man kann Les Deux Alpes auch mit einer kleinen Wanderung über den Gletscher auf 3500 Metern Höhe erreichen - aber nur bei Kaiserwetter.